Wohnmobile sind gemütliche Gesellen und damit Ihren Besitzern nicht unähnlich. Unter hunderten von Gesprächspartnern waren nur einzelne, die die notorische Untermotorisierung ihrer Fahrzeuge nicht mit Gelassenheit ertragen hätten. Man erkennt es sofort an der Art, wie sie am Steuer sitzen: Gemütlich nach hinten gelehnt, oft im komfortablen Pilotensitz, den Blick weit nach vorn gerichtet, der Gasfuß ist stabiler als ein eingebauter Tempomat. Alles nach der Devise: “Wir haben Urlaub!”
Urlaub mit dem Wohnmobil, Quelle: Wikipedia
Diese Devise bestimmt auch den Zeitpunkt der Abfahrt. Während die Hotel- und Ferienhausbucher am Samstag früh Richtung Spanien zischen, fahren sie bereits am Freitagabend los. Eine Übernachtung mehr? Kostet ja nichts und macht keine Mühe! Dafür durchqueren Sie mit Ihrem Camper das schlafende München um Mitternacht und suchen sich ein ruhiges Plätzchen am Chiemseeoder fahren den großen Parkplatz in der stillen Unterstadt von Traunstein an. Am nächsten Morgen, der Bäcker hatte schon die Brötchen fertig, rollen Sie über den Grenzübergang Salzburg – kein Betrieb: Der Pulk nähert sich erst gegen Mittag!
Regeln für den Urlaubsbeginn
- Große Städte und Engpässe nachts durchfahren
- Grenzübergänge zwischen 20 und 8 Uhr anfahren
- Wochenenden und Feiertage meiden bzw. nachts fahren
Langstreckenregeln für Wohnmobil-Reisen:
- Jede Stunde 10 Minuten Pause
- Nach drei Stunden eine halbe Stunde Pause
- Nach fünf Stunden eine ganze Stunde Pause
Sinnvolles Zubehör
Ob es nun darum geht, das Reisemobeil mit einem Vorzelt zu vergrößern oder mittels praktischer Rückfahrkamera einem Crash beim Rangieren entgegenzusteuern – in zahlreichen Fachgeschäften und Onlineshops findet man jede Menge sinnvolles Wohnmobil-Zubehör für alle Lebenslagen. So zum Beispiel eine Federverstärkung: Die meisten Wohnmobile haben einen Hängehintern. Falls Sie sich jedoch an der Optik stören oder an der mangelhaften Kühlschrankleistung während der Fahrt und das Gesäß Ihres Campers liften wollen – hierfür gibt es komplette Blattfederverstärkungspakete, z.B. für für den Ducato.
Wichtigster Einbaugrund: Hiermit ist auch eine Auflastung auf bis zu 3,85 t möglich. Auf langen Strecken werden Sie feststellen, dass Sie häufiger an die Tankstelle müssen, als mit Ihrem Pkw. Die Tankkapazität ist bei Transportern halt auf Mittelstrecken ausgerichtet und nicht auf Fernreisen. Diesem Problemchen, das bei Treibstoffknappheit oder stark unterschiedlichen Preisen in verschiedenen Ländern schon zum Ärgernis anwachsen kann, kann man entgegenwirken, imdem man den 80-l-Tank gegen einen 130-l-Tank austauscht.

